Kritik: Star Wars: The Last Jedi

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Alter… Wenn mir etwas an der heutigen Film- und Fankultur auf die Nerven geht, dann ist es, dass Fans – oder diejenigen, die sich als solche bezeichnen – immer öfter der Meinung sind, sie hätten irgendwie ein Anrecht auf das Objekt ihrer Begierde. Oder dass es Ihnen gehören würde. Ihnen und ihnen allein.

Das Ergebnis davon ist, dass bei so ziemlich jedem größeren Franchise das große Spekulieren beginnt, sobald bekannt wird, dass es einen neuen Film geben wird. Und sobald der Film veröffentlich ist, wird gejammert was das Zeug hält, weil die eigenen Theorien, die man sich so schön in seinem Kopf zurecht gelegt hatte, nicht bestätigt wurden.

Star Wars ist einer dieser Franchises, bei denen regelmäßig Leute jammern, dass dieser oder jener neue Film ihnen ihre Kindheit kaputt gemacht hätte und die Saga nun endgültig tot sei, weil der böse Disney-Konzern seine gierigen Klauen in das zarte Fleisch der weit, weit entfernten Galaxis gegraben hat.

Ich kann mich nicht daran erinnern, dass ich mit meinen Freunden damals bei Rückkehr der Jedi Ritter so viel spekuliert habe, wie das heute im Internet passiert. Eigentlich haben wir gar nicht spekuliert, sondern einfach die Videokassette in den Rekorder geworfen und losgeguckt, einfach weil uns der Film Spaß gemacht hat. Und wenn der Imperator am Ende Blitze aus seinen Fingern schiesst, hat sich nie jemand beschwert und gerufen: “Warte mal, das kann man mit der Macht doch gar nicht machen!“, sondern wir haben es einfach akzeptiert weil es eben die Vision des Films war.

Und meine Güte, gab es viele Spekulationen um „The Last Jedi“. In regelmäßigen Abständen ploppten auf Facebook die ewig gleichen, müßigen Fragen auf…

Wer sind Rey’s Eltern?

Wer ist Snoke?

Wechselt Luke zur dunklen Seite?

Wechselt Rey zur dunklen Seite?

Wechselt Kylo zur hellen Seite?

Stirbt Luke?

Stirbt Leia?

Ist Han vielleicht gar nicht tot?

Da wurde diskutiert, gezankt und an den Haaren gezogen, so dass ich mich tatsächlich gefragt habe, ob wir es verlernt haben, uns einfach mal geduldig zurück zu lehnen und zu sagen: „Ja, ich bin gespannt, wie’s weiter geht, aber wir finden das schon noch raus, wenn der Film in den Kinos ist.“

Und das isser nun… Was kann „The Last Jedi“? Ist es wirklich der Untergang der Star Wars Saga? Ist es ein Meisterwerk? Oder am Ende irgendwas völlig anderes?

Die Handlung:
Die erste Ordnung hat zwar in Episode 7 ordentlich auf den Sack bekommen, aber aus irgendeinem Grund sind die jetzt trotzdem mächtiger als vorher und stehen kurz davor den Widerstand, rund um General/Prinzessin Leia, auszulöschen. Unsere wackere Bande Rebellen kann gerade so die Heimatbasis evakuieren, als ein Haufen Sternzerstörer, mit der gesamten Bösewichter-Prominenz an Bord, aus dem Hyperraum kommt und für Stress sorgt. Poe darf mal kurz ganz alleine in seinem X-Wing zeigen, was für ein Hecht er ist und missachtet dann allerlei Befehle, um noch etwas hechtiger zu handeln und einen dicken Kreuzer mit noch dickerer Kanone zu vernichten. Hier gabs meinen ersten Stirnrunzler im Film, denn ja… Poe ist ein guter Pilot, aber dass er im Alleingang quasi den ganzen Kreuzer auseinander nimmt und nebenbei noch drei bis fünfzehn Tie-Fighter zerlasert, war mir – trotz der üblichen Erklärung, dass die Raumjäger zu klein und schnell für die Turbolaser sind – etwas zu viel des Guten.
Memo an die erste Ordnung: Schnellere Turbolaser für kleine Ziele bauen.

Die Rebellenflotte flieht jedenfalls und die erste Ordnung hängt sich sprichwörtlich hinten dran, denn mittem im dicken Riesenschiff von Oberschurke Snoke gibt’s ein Gerät, mit dem man Hyperraumsprünge nachverfolgen kann. Für 2 Minuten wähnt sich der Widerstand also in Sicherheit und dann kommen die Bösewichter hinterher und die Exkremente sind am dampfen.

Kylo steigt in seinen tollen Custom-Tie-Fighter und fliegt einen Angriff, bei dem direkt die Brücke des Hauptschiffs zerschossen wird und Leia, sowie Admiral Ackbar, der kurz in einem Nebensatz abgehandelt wird, ins All gepustet werden. Hier hab ich kurz gedacht, dass das ein ziemlich unrühmliches Ende für Leia wäre, aber während ich das noch dachte, bewegte sie sich in der Kälte des Alls und zog sich mit der Macht wieder in das Schiff. Das war dann Stirnrunzler Nummer 2. Ja, es war bekannt, dass Leia auch mit der Macht umgehen kann, aber auch hier war mir das wieder mal eine Spur zu viel und zu mächtig. Hätte es nicht gereicht, wenn sie irgendwo eingeschlossen gewesen wäre und mit Hilfe der Macht ein paar Trümmer bewegt hätte? Wie dem auch sei… Macht hin, Macht her… ein Weltraumspaziergang ist anstrengend und Leia fällt erstmal ins Koma, weswegen Vize Admiral Holdo das Kommando übernimmt.
Holdo ist frisurentechnisch wohl Fan der Hunger Games-Filme und war wohl gerade auf einer Benefizgala, als die Evakuierung begann, denn ansonsten würde das Abendkleid das sie trägt auf einem Kriegsschiff ja irgendwie keinen Sinn machen.

Man kann sich mal eben so knapp aus der ganz gefährlichen Feuerreichweite der dicken Sternzerstörer flüchten, aber es ist klar, dass bald das Benzin ausgeht und wenn das passiert, sieht´s übel aus. Das weiß auch Poe, der gern mal wissen würde, was man denn nun plant, um sich nach Möglichkeit nicht in die Luft jagen zu lassen, aber Holdo macht da ein großes Geheimnis draus und so fliegt man Galactica-mäßig einfach immer weiter und hofft, dass schon nichts passieren wird. Damit gibt sich Poe verständlicherweise nicht zufrieden und entwickelt daraufhin mit Finn – der nach seiner Verletzung in Episode 7 wieder fit ist – und einem Mädchen namens Rose den Plan, mit einem kleinen Schiff zu einem Casino-Planeten zu fliegen, um dort einen Hacker zu finden, der Lust hat, mit ihnen zusammen auf Snokes Schiff einzubrechen und das Gerät abzuschalten, mit dem sie die Hyperraum-Sprünge verfolgen können. Ein wirklich einleuchtender Plan. Hätte von mir kommen können. Man ist jedenfalls Feuer und Flamme und macht sich auf den Weg.

Mittlerweile ist Rey ja auf Lukes Insel gelandet, drückt ihm sein altes Lichtschwert in die Hand und der schmeisst es einfach mal weg. Ja, war ein netter Lacher, aber hey… das ist das Lichtschwert seines Vaters, welches zusammen mit seiner Hand in Bespin verloren ging. Hätte er sich da nicht mal kurz darüber wundern können, wo dieses junge Mädel das Ding her hat? Ich meine… mich interessiert schon, wo Maz Kanata das Ding her hatte. Und mir wurde das nicht zusammen mit meiner Hand abgehackt.

Rey bittet Luke jedenfalls um seine Hilfe, aber der hat – nachdem er mit der Ausbildung von Kylo nicht so den Glücksgriff gelandet hat – keine große Lust mehr auf irgendeine Art von Verantwortung und melkt stattdessen lieber dicke, chillende Kuhwesen und angelt. Schließlich lässt er sich aber doch weich klopfen und trainiert Rey und bringt ihr irgendwas bei. Wobei wir das Training irgendwie bis auf diese „Atme!“-Szene gar nicht zu sehen bekommen. Stattdessen wird ein wenig darüber philosophiert, was Legenden von der Realität unterscheidet und warum die Jedi denn nun eigentlich untergehen sollen. Ein paar wirklich nette Gedankengänge dabei…

Verblüffenderweise spürt Rey immer stärker eine Verbindung zu Kylo und kann nicht nur mit diesem kommunizieren, sondern ihn – und teilweise auch seine Umgebung sehen. Anfangs findet sie das gar nicht so klasse und beschimpft ihn als Monster, aber der Casanova zieht dann mal schnell sein Shirt aus, was Rey offenbar milder stimmt. Die beiden reden immer öfter miteinander und Rey spürt das Gute in ihm und beschließt ihn bekehren zu wollen.

Viele Fans wundern sich hier vermutlich über diese Fähigkeit der beiden, aber mir war das völlig egal. Ich fands ziemlich gut und die Beziehung und Verbindung zwischen Rey und Kylo war spannend und faszinierend. Regisseur Rian Johnson sagte irgendwann mal irgendwas in der Richtung, dass es sich bei Kylo und Rey um zwei Seiten desselben Protagonisten handelt. Und wenn man das so sieht, finde ich diese enge Verbindung durchaus plausibel.

Zwischendurch kommen Finn und Rose auf dem Casinoplaneten an, werden verhaftet, finden den Hacker nicht, dafür aber Benicio del Toro, der mit ihnen in der Zelle sitzt und sagt, er könne das auch. Man bricht aus, befreit auf dem Weg noch ein paar knuddelig-große Pferde-Hunde-Tiere und ein paar Sklavenkinder und macht sich direkt auf den Weg zu Snokes Schiff.

An Bord der Rebellenflotte wird Poe immer nervöser und als Holdo immer noch nicht mit dem Plan rausrücken will, fängt er sogar an zu meutern.

Luke verweigert Rey weiterhin die Hilfe, also macht sie sich alleine auf, um Kylo zu bekehren. Irgendwie findet sie direkt Snokes Schiff, schiesst sich mit einer Rettungskapsel direkt in den Hangar und wird wie geplant von Kylo gefangen genommen, der sie direkt zu Snoke bringt.

Es folgt einer dieser üblichen Bösewichter Monologe und Snoke befiehlt Kylo letztlich Rey zu töten, dieser hat aber keine Lust, seine neue Freundin zu meucheln und zerhackt stattdessen den gesichtsversehrten Oberschurken. Das finden seine rotgewandeten Wachen nicht so witzig und Kylo und Rey tun sich für den Kampf gegen sie zusammen, nur um sich bei der ersten Gelegenheit gleich wieder zu zerstreiten, weil Kylo jetzt gern die erste Ordnung anführen möchte und Rey keine Lust hat da mit zu machen.

Finn und Rose können kurzgesagt nichts und Benicio del Toro verrät sie auch auch, als sie an Bord von Snokes Schiff sind. Also werden auch sie gefangen genommen und sollen hingerichtet werden. Aus Plot-Gründen nicht einfach mit einem schneller Blasterschuss, sondern möglichst schmerzhaft mit einer zischelnden Energieaxt, die vorher noch ordentlich geschwenkt wird, weil man ja Zeit schinden muss.

Denn Poes Meuterei klapp nicht so gut und er wird direkt per Betäubung umgeschossen. Holdo und die inzwischen wieder fitte Leia hatten den großartigen Plan, kleine Frachter zu tarnen, damit sie damit das große Schiff in Richtung eines Planeten verlassen können, auf dem praktischerweise eine alte Rebellenbasis ist. Warum dem guten Poe vorher niemand diesen Plan verraten hat, ist mir nicht klar und als Zuschauer fühlt man sich da eher so, als wenn es nicht darum ging, Poe diese Information vor zu enthalten, sondern einem selbst. Hmmm…

Holdo opfert sich jedenfalls und bleibt weiter an Bord des großen Schiffs, um… äh… es weiter zu fliegen? Doch als die erste Ordnung die kleinen Transporter bemerkt und das Feuer eröffnet, wendet sie das dicke Schiff und springt hyperraum-Kamikaze-mäßig durch Snokes Schlachtschiff hindurch, was dieses fachgerecht zerlegt. Sieht cool aus, aber warum man das nicht schon vorher mit einem der kleineren Schiff gemacht hat, weiss ich auch nicht.

Snokes Schiff explodiert überall. Praktischerweise gerade in dem Moment, als Finn und Rose hingerichtet werden sollen. Und als sich der Rauch lichtet, sind selbstverständlich die Horden von Sturmtrupplern, die vorher noch herumstanden alle bewusstlos und nur die beiden Helden sind fit und können mit einem heilen Shuttle entkommen.

Man flüchtet sich auf den komischen Kristallplaneten und dort beginnt die Endschlacht mit Walkern, Schützengräben und allem, was man schon aus Episode 5 kennt.

Alle Hoffnung scheint fast verloren, aber erst taucht Rey mit dem Millenium Falken aus dem Nichts auf und hilft aus und dann kommt auch noch Luke dazu, der Kylo aufhalten will, damit die Rebellen genug Zeit zur Flucht haben. Es kommt zu Duell und es stellt sich heraus, dass Luke gar nicht wirklich dort war, sondern nur seine Form dorthin projiziert hat. Als auch Kylo das merkt, sind die Rebellen schon geflohen und Luke sitzt auf seiner Insel und wird eins mit der Macht, weil seine Aufgabe vermutlich erfüllt ist.

Hui… also bei der Handlung gab es viele Dinge, die mir gut gefallen haben, weil sie mich wirklich überrascht haben, aber leider auch genauso viel, das mir nicht gefallen hat.

Aber ich fange mal mit dem positiven an:
Die Beziehung zwischen Rey und Kylo fand ich super und spannend und ich habe tatsächlich innerlich etwas gefeiert, als Kylo ihr sagte, dass – allen Fantheorien zum Trotz – ihre Eltern einfach irgendwelche Leute auf Jakku waren, die sie für ein bissl Geld verschachert haben. Klar, könnte gelogen sein, aber ich fänds trotzdem super.

Ich hatte auch nicht erwartet, dass Snoke stirbt, aber das Kylo seinen Platz einnimmt, gefällt mir perspektivisch gut.

Es gab viele kleine Momente, die wirklich nett waren. Das Treffen von Luke und R2D2 zum Beispiel. Oder Lukes kleines Zwinkern zu C3PO. Und auch die Szene mit Yoda war schön und endlich gab es wieder einen Yoda zu sehen, der so war, wie ich ihn mag. Schrullig, humorvoll und weise. Und er war eine Puppe, die zu Anfang etwas seltsam wirkte, aber letztlich doch gut gemacht war.

Der Humor in der Geschichte hat mir an vielen Stellen wirklich gut gefallen und war tatsächlich witzig.

Aber was fand ich doof?

Wie schon erwähnt, war vieles aus meiner Sicht einfach etwas zu viel des Guten. Leias Ausflug ins All, Poe der Super-Megapilot und vor allem BB8, der nicht nur Leute mit Geldstücken beschiessen konnte, sondern auch noch einen AT-ST steuern durfte. Das war für mich mit die schlechteste Szene im Film, denn hier wurde es für mich doch zu cartoonig.

Ganz schlimm – aus erzählerischer Sicht – war Finns und Roses Abenteuer, denn letztlich war der Plan schon von vorne herein eher so mittelmäßig ausgeklügelt, aber am Ende war der ganze Ausflug völlig für’n Arsch und für die Handlung – wenn man mal von der letzten Szene mit den Kind und dem Besen absieht –  total unnütz. Und dass man daraus dann auch noch irgendwie eine Romanze stricken wollte? Also nee….

Captain Phasma war auch mit dabei und wieder mal total bescheuert. Man durfte kurz cool aussehen und wurde dann nach 3 Minuten Screentime direkt wieder entsorgt. Wow… das nenn ich mal Charakterzeichnung.

Vize-Admiral Holdo wollte mir auch nicht gefallen, denn ich habe einfach nicht gerafft, warum sie ihren Plan nicht mit Poe teilen wollte (und warum sie in diesem unangemessenen Dress rumlief).

Und dann war da öfter mal die Rede davon, dass Rey den Sog der dunklen Seite spürt und sich nicht dagegen wehrt. Tut sie nicht? Sog? Wo? Im ganzen Film geriet sie nicht einmal in die Versuchung der dunklen Seite. Schade, denn gerade das hätte ihrem Charakter mal etwas mehr Tiefe verleihen können.

Und wie hat sie es denn plötzlich vom explodierenden Schiff in den Millenium Falken geschafft? Da fühlte sich der Film so an, als hätte da einfach mal eine Szene gefehlt.

Finn war am Ende des Films sogar bereit sich zu opfern und ich war überzeigt davon, dass er das tun würde, was ich toll gefunden hätte. Nicht, weil ich ihn nicht mag, sondern weil das tatsächlich sowas wie emotionale Wucht gehabt hätte. Dummerweise wurde er von Rose gerettet, die dann irgendwas von Liebe stammelte.

Auch nicht so schön fand ich das Missverständnis zwischen Luke und Kylo, welches letztlich zu dem ganzen Schlamassel geführt hat. Denn ich kann mir nicht vorstellen, dass Luke tatsächlich schon mit gezücktem Lichtsäbel an Kylos Bett steht und den Sohn seiner Schwester und seines besten Freunden meucheln möchte, nur weil dieser ein bissl böse geworden ist. Böse war schließlich auch Darth Vader und den hat Luke ja höchstselbst noch bekehren können. War mir also etwas an den Haaren herbei gezogen das Ganze.

Und ich muss tatsächlich sagen, dass ich grundsätzlich nichts gegen Fanservice und Anspielungen auf die alten Filme habe, aber – ähnlich wie schon bei Episode 7 – war mir das auch hier zu viel. Stellenweise hatte ich das Gefühl, man hat ein paar Highlights aus den Episode 4-6 genommen, ordentlich durchgewürfelt und diese dann in zufälliger Reihenfolge wieder zusammen gebaut.

Ja klar… das ist Star Wars und da will ich Raumschlachten und Lichtschwert-Gefuchtel sehen. Aber muss man denn wirklich alles immer genauso machen wie vorher? Muss eine Bodenschlacht auf einem weissen Planeten mit Kampfläufern stattfinden, die eine Basis überrennen wollen? Muss Snoke Rey zeigen, wie ihre Flotte vernichtet wird, um sie auf die dunkle Seite zu ziehen? Muss Rey mit Kylo im Fahrstuhl stehen und ihm sagen, dass er das nicht tun muss und sie gutes in ihm spürt? Und Muss Rey zwangsläufig bei einem alten Jedimeister am gefühlt einsamsten Ort der Galaxis trainieren? Ja ja, ich weiss… Poesie, weil es sich reimt und so… Mich hats irgendwie aber trotzdem ein bissl genervt.

Die Charaktere:
Die Schauspieler sind eigentlich durch die Bank gut.

Mark Hamill als Luke ist super und es ist schön, diesen Charakter wieder auf der Leinwand zu sehen. Carrie Fisher ebenfalls, wenngleich sie irgendwie nicht viel zu tun hatte.
Rey Ist nach wie vor niedlich und sympathisch, aber ich hätte mir dennoch gewünscht, auch mal eine weniger sympathische, dunklere Seite von ihr zu sehen.
Kylo Ren ist neben Luke mein Highlight des Film, denn Adam Driver spielt ihn einfach supergut und der Charakter gehört für mich definitiv zum interessantesten was Star Wars so zu bieten hat.
General Hux durfte ausser Rumbrüllen und wütend gucken leider nicht viel machen, was ich schade für Domhnall Gleeson schade finde, der ansich viel mehr kann.
Gwendoline Christie als Phasma war… war die im Film?
Snoke war gar nicht schlecht, fühlte sich aber rigendwie verschwendet an und sah mir an einigen Stellen doch zu sehr nach CG aus.
Finn war ähnlich wie in Episode 7 ganz witzig und gut gespielt, aber viel Entwicklung gabs da leider nicht.
Rose hätte man in meinen Augen komplett weglassen können, obwohl sich Kelly Marie Tran große Mühe gegeben und ihre Sache gut gemacht hat. Selbiges gilt für Benicio del Toro.
Und Laura Dern als Vize Admiral Holdo war einfach seltsam geschrieben. Gespielt war sie aber ganz gut. Poe war als Hotshot-Pilot auch wieder gut, allerdings wäre hier und da etwas weniger Dampfplauderei auch nicht übel gewesen.

Der Look:
Wie zu erwarten bei einem Budget von 200 Millionen Dollar, sieht der Film super aus. Die Raumschlacht am Anfang ist toll gemacht und auch die Bodenschlacht am Ende mit dem Kontrast aus Rot und Weiss sieht super aus. Wir haben ein paar sehr gut gemachte Actionszenen und der Kampf gegen Snokes Leibgarde war super inszeniert. Auch der Showdown zwischen Luke und Kylo war toll inszeniert.

Die Kreaturen waren schick und die Porgs glücklicherweise nicht so nervig, wie man hätte befürchten können.

John Williams‘ Soundtrack tat was er musste, aber mir fehlte ein wenig die Eigenständigkeit. Ja, es klingen immer wieder Melodien an, die man aus Episode 7 kennt, aber viel neues, das im Ohr bleibt, gibt es da nicht.

Fazit:
Ich habe viel zu meckern. Ist „The Last Jedi“ deshalb ein schlechter Film? Nein. Es ist ein Film, der mich sehr gut unterhalten und stellenweise tatsächlich überrascht hat. Trotzdem gab es für mich zu viele Augenroll-Momente, so dass sich Episode 8 irgendwo im Mittelfeld meiner Lieblings-Star Wars-Filme einordnen wird. Mir hats besser gefallen als Rogue One und liegt in etwa gleich auf mit Episode 7. Als Fan schaut man den Film sowieso. Und auch wenn man kein Fan (oder gerade dann) hat man zweieinhalb spaßige Stunden im Kino. Mehr aber auch nicht.

Was würde ich anders machen?
Wenn ich vom jetzigen Stand von Episode 8 ausgehe, dann hätte ich ein paar Dinge geändert. Das sind alles mehr so spontane Idee und sicherlich nicht der Weisheit letzter Schluss.

Als erstes hätte ich den Charakter von Benicio del Toro gestrichen und aus Rose eine Hackerin gemacht, die aber nicht bei den Rebellen mitfliegt, sondern irgendwo im Gefängnistrakt von Snokes Schiff sitzt. Finn wäre alleine auf die Idee gekommen, dieses Gerät auf Snokes Schiff auszuschalten und wüsste sogar, wie er da hinkommt, schließlich hat er da mal geputzt. Also tarnt er eine Rettungskapsel als Schrott und infiltriert so das Schiff. Allerdings stößt er auf Probleme, weil ein neues Sicherheitssystem installiert wurde und findet aber in den Datenbanken einen Eintrag über die Gefangenen an Bord und stößt dabei auf die Hackerin Rose, die er befreit, damit sie zusammen die Mission erfüllen können. Hierbei hätte man vielleicht auch Phasma als direkten Gegenspieler zu Finn entwes mehr einsetzen können.

Diesen Teil mit dem Casino hätte ich mir komplett gespart.

Vize-Admiral Holdo hätte ich durch Admiral Ackbar ersetzt, der seine Pläne direkt an seine paar verbleibenden Leute kommuniziert. Und der Plan kann ja durchaus lauten, dass man in Reichweite von Crait kommen will, um dort zu landen, das eigene Schlachtschiff gegen die feindlichen Schiffe zu richten und zu hoffen, dass das entstehende Chaos groß genug ist, damit niemand die Basis findet. Wäre auch ein schöner Abgang für den alten Fischkopp gewesen.

 

Wie hat euch der Film gefallen? Was hättet ihr anders gemacht?

 

 

 

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